PS5 und PS4 gleichzeitig nutzen: Der fatale Fehler, den keiner kennt

Wer seine PlayStation 5 endlich in den Händen hält, möchte am liebsten sofort loslegen – doch dabei können kleine Fehler beim Account-Management schnell zu großen Problemen führen. Gerade bei der Verwaltung eures PSN-Kontos gibt es Stolperfallen, die nicht nur nervig sind, sondern im schlimmsten Fall sogar zur Sperrung eures Accounts führen können. Zwei dieser Fehler werden besonders häufig gemacht und sind dennoch leicht vermeidbar, wenn man weiß, worauf zu achten ist.

Die Tücken der parallelen Nutzung: Ein PSN-Konto auf zwei Konsolen gleichzeitig

Viele Spieler besitzen nach wie vor ihre PS4 neben der neuen PS5 – schließlich gibt es noch zahlreiche Titel, die exklusiv auf der älteren Konsole laufen oder dort einfach noch installiert sind. Die Versuchung ist groß, beide Systeme parallel zu nutzen, aber genau hier lauert die erste große Falle: Wenn ihr versucht, euch mit dem gleichen PSN-Konto gleichzeitig auf PS5 und PS4 anzumelden, werdet ihr automatisch von einer der beiden Konsolen abgemeldet.

Sony hat diese Beschränkung bewusst implementiert. Das System erkennt, wenn ein Account aktiv auf zwei Konsolen gleichzeitig verwendet wird, und erzwingt eine automatische Abmeldung. Das ist nicht nur ärgerlich mitten im Spiel, sondern kann auch zu Datenverlust führen, wenn gerade ein Spielstand gespeichert wird. Besonders kritisch wird es bei Online-Spielen, wo ihr möglicherweise Fortschritt verliert oder sogar Strafen für vorzeitiges Verlassen einer Partie kassiert.

Warum Sony diese Einschränkung vornimmt

Die Logik hinter dieser Beschränkung ist nachvollziehbar: Sony möchte verhindern, dass ein einzelner Account von mehreren Personen an verschiedenen Orten gleichzeitig genutzt wird. Dies dient dem Schutz vor Account-Missbrauch und stellt sicher, dass die Lizenzvereinbarungen eingehalten werden. Ein PSN-Konto ist grundsätzlich für eine Person gedacht, auch wenn es auf mehreren Geräten registriert sein kann.

Praktische Lösungen für Multi-Konsolen-Haushalte

Falls ihr tatsächlich beide Konsolen nutzen möchtet, gibt es clevere Workarounds, die völlig legitim sind. Ihr könnt beispielsweise separate Benutzerkonten anlegen und die Konsolen entsprechend aufteilen. Die PS5 bietet die Möglichkeit, mehrere Profile einzurichten, und durch die Einstellung der primären Konsole können auch andere Accounts auf gekaufte Spiele zugreifen.

Eine weitere Option: Nutzt die Konsolen zeitversetzt. Wenn ihr mit dem Zocken auf der PS4 fertig seid, meldet euch ordentlich ab, bevor ihr zur PS5 wechselt. Das mag umständlich klingen, verhindert aber die automatische Abmeldung und mögliche Komplikationen. Besonders wichtig ist dies bei Cloud-Speicherständen, die synchronisiert werden müssen.

Gamesharing mit Fremden: Ein riskantes Spiel mit hohem Einsatz

Der zweite häufige Fehler ist deutlich gefährlicher und kann euren gesamten Account kosten: Das sogenannte Gamesharing mit Fremden. In diversen Gaming-Foren und Social-Media-Gruppen kursieren Angebote, bei denen Nutzer angeblich Zugang zu Spielbibliotheken erhalten, indem sie ihre Account-Daten teilen oder fremde Accounts als primär auf ihrer Konsole einrichten.

Das mag verlockend klingen, ist aber ein absolutes No-Go. Nicht nur verstößt dies klar gegen die Nutzungsbedingungen von Sony – es ist auch ein massives Sicherheitsrisiko. Wer seine Login-Daten mit Unbekannten teilt, öffnet Tür und Tor für Identitätsdiebstahl, finanzielle Schäden und den kompletten Verlust des Accounts.

Was genau ist Gamesharing und wo liegt das Problem?

Gamesharing an sich ist eine legitime Funktion, die Sony für den privaten Gebrauch innerhalb von Familien im gleichen Haushalt vorsieht. Ihr könnt eure PS5 über die Funktion Konsolenfreigabe und Offline-Spiel aktivieren, wodurch andere lokale Benutzer auf dieser Konsole Zugriff auf eure digitalen Spiele erhalten. Das funktioniert hervorragend zwischen Geschwistern oder Partnern im selben Haushalt. Wichtig dabei: Ihr könnt immer nur eine PS5 für euren Account gleichzeitig auf diese Weise aktivieren.

Problematisch wird es, wenn diese Funktion missbraucht wird, um mit völlig Fremden Spiele zu teilen. Manche bieten sogar gegen Bezahlung an, ihren Account als primären Account auf fremden Konsolen einzurichten. Sony erlaubt Account-Sharing ausdrücklich nur für Familien im gleichen Haushalt. Teilt ihr eure Daten mit Freunden oder gar Fremden, verstößt ihr gegen die Nutzungsbedingungen der PSN-Accounts. Im schlimmsten Fall droht dadurch ein dauerhafter Ban der betroffenen Accounts.

Die realen Gefahren beim Account-Sharing

Die Risiken gehen weit über eine mögliche Sperre hinaus. Wer seine Account-Daten weitergibt, verliert die Kontrolle über sensible Informationen und digitale Inhalte. Besonders gefährlich sind dabei persönliche Daten wie E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und möglicherweise sogar Kreditkarteninformationen, die in fremde Hände geraten können. Eure gesamte Spielbibliothek im Wert von hunderten oder tausenden Euro steht auf dem Spiel, ebenso wie jahrelange Errungenschaften, Trophäen und gespeicherte Spielstände. Unberechtigte Käufe im PlayStation Store durch Dritte können zusätzlich zu erheblichen finanziellen Schäden führen.

Besonders wichtig ist daher die Regel: Teilt euren Account wirklich nur mit Personen, denen ihr zu 100 Prozent vertraut, wie engen Familienmitgliedern im selben Haushalt. Mit jedem anderen setzt ihr euch unnötigen Risiken aus.

So schützt ihr euren PSN-Account richtig

Die gute Nachricht ist: Mit ein paar grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen könnt ihr euren Account effektiv schützen und trotzdem alle Vorteile des PlayStation-Ökosystems nutzen. Aktiviert unbedingt die Zwei-Faktor-Authentifizierung direkt bei der Einrichtung des Kontos. Diese zusätzliche Sicherheitsebene stellt sicher, dass selbst bei Bekanntwerden eures Passworts niemand ohne euer Smartphone oder eure vertrauenswürdigen Geräte auf den Account zugreifen kann. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten und kann im Ernstfall euren gesamten Account retten.

Verwendet außerdem ein einzigartiges, starkes Passwort nur für euren PSN-Account. Passwort-Manager können hier helfen, komplexe Kombinationen zu erstellen und sicher zu verwahren. Wechselt das Passwort regelmäßig, besonders wenn ihr den Verdacht habt, dass es kompromittiert sein könnte.

Legitime Alternativen zum riskanten Gamesharing

Wenn ihr Geld sparen möchtet, gibt es deutlich sicherere Wege als das Teilen von Account-Daten mit Fremden. PlayStation Plus bietet regelmäßig kostenlose Spiele, die dauerhaft in eurer Bibliothek verbleiben, solange das Abo aktiv ist. Die monatlichen Angebote im PlayStation Store reduzieren beliebte Titel oft um 50 Prozent oder mehr.

Für Familien lohnt sich die offizielle Konsolenfreigabe über die PlayStation-Einstellungen unter Benutzer und Konten. Diese Funktion ermöglicht es mehreren Personen im Haushalt, auf Spiele und Inhalte zuzugreifen, ohne dass Account-Daten weitergegeben werden müssen. Ihr findet die Option unter Einstellungen, dann Benutzer und Konten, dort unter Andere und schließlich bei der Konsolenfreigabe. Das System ist von Sony explizit dafür vorgesehen und birgt keine Risiken.

Die PS5 bietet fantastische Möglichkeiten, bleibt aber nur dann ein ungetrübtes Vergnügen, wenn ihr euren Account verantwortungsvoll verwaltet. Die parallele Nutzung auf mehreren Konsolen mag technisch reizvoll erscheinen, führt aber unweigerlich zu Problemen durch automatische Abmeldungen. Noch gefährlicher ist das Teilen von Account-Daten mit Fremden oder Personen außerhalb eures Haushalts – ein Fehler, der euch im schlimmsten Fall Jahre an digitalen Inhalten und Spielfortschritten kosten kann. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen, der Zwei-Faktor-Authentifizierung und einem bewussten Umgang mit der Konsolenfreigabe nur innerhalb der eigenen Familie steht dem Gaming-Vergnügen nichts mehr im Wege.

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Wusste nicht dass es verboten ist

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